Bergbauweg · Station
Hammerwerk und Schneidmühle
Die aus den umliegenden Bergen gewonnenen Eisenerze wurden vor Ort in Hammerwerken verarbeitet. Wasser und Holz bzw. Holzkohle standen als Energieträger im Steinachtal ausreichend zur Verfügung. In den frühen Hammerwerken wurde das Erz führende Gestein noch von Hand zerkleinert (gepocht), um das Erz anschließend in einfachen Vorgängern der späteren Hochöfen (siehe Abbildung) mit Hilfe von Flussspat auszuschmelzen. Unter dem Hammer wurde es dann in Form gebracht.
Das Anwesen „Dosten“
Hier, am Fuße des Mittelberges, befand sich einst ein Hammerwerk, das über Jahrhunderte in Betrieb war. So berichtet es das Landbuch des Amtes Berneck aus dem Jahr 1533. Weitere urkundliche Erwähnungen finden sich 1594/95, 1667 bis 1676.
Schließlich erscheint der Ort noch einmal in der Partikularrechnung des Amtes Berneck von 1756 – 1769: „Das Hammergut in Kaltensteinach haben Adam Glaser und Johannn Adam Dost besessen. Ihre Nachfolger waren Johann Adam Rödel und Heinrich Dost.“ Hier wird erstmals der Name Dost erwähnt. Später, nach dem Niedergang des Bergbaus und somit auch des Hammerwerkes, war das Anwesen als die „Dostsche Schneidmühle“ (Schneidmühle = Sägewerk) bekannt. Der „Dostenweg“ (hier ganz in der Nähe) zeugt noch heute von jener Hammerherrenfamilie.
Die Texte entsprechen der Entwurfsfassung der Tafeln und können sich noch ändern.
Die Tafel an der Station
