Henkerpfad
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7.

Bergbauweg · Station

Mittlerer Tagstollen

Gesucht: Flussspat

Flussspat (chemisch: Calciumfluorit) kommt im Fichtelgebirge nicht sehr häufig vor. Das Mineral kann durch verschiedene Beimengungen viele Farben von gelblich-grün bis violett annehmen.

Ursprünglich wurde Flussspat als unentbehrlicher Zusatz bei der Eisenschmelze verwendet, um deren Schmelzpunkt zu senken. Zu neuer Blüte gelangte Flussspat in der Glasindustrie, da es auch die Fließeigenschaften der Glasschmelze verbesserte. Die historische Glasproduktion in Warmensteinach führte dazu, dass mehrere stillgelegte Eisenerz-Abbaue zur Gewinnung von Flussspat reaktiviert wurden. Auch arbeitete man ältere Abraumhalden auf der Suche nach dem Flussspat nochmals durch.

Vortrieb in den Mittelberg

Am Standort sind eine mittelgroße Halde und der Eingang zu einem dahinter liegenden Tagstollen zu sehen. Das Haldenmaterial stammt aus diesem in den Mittelberg vorgetriebenen Stollen, der an seinem jetzigen Ende verbrochen ist. Nach etwa 40 m steigt ein Tagschacht ca. 20 m senkrecht nach oben und durchbricht an der nächsten Station die Erdoberfläche.

Neben der traditionellen Arbeit mit Schlägel und Eisen wurde zur Erleichterung des Vortriebs auch die Methode des „Feuersetzen(s)“ angewandt.

Beim Feuersetzen wurde der Felsen am Ende des Stollens durch ein Feuer erhitzt. Beim Übergießen der heißen Oberfläche mit Wasser traten starke Spannungen auf, die das Felsgestein zermürbten. Durch den Tagschacht trat eine Kaminwirkung auf, die das Feuer besser brennen und den Qualm gut abziehen ließ. Dieser Luftaustausch, die „Bewetterung“, wurde durch so genannte „Wettertüren“ geregelt, damit der Zug nicht zu stark wurde.

Gewusst?

Das Licht des Bergmanns ist das Geleucht. In frühester Zeit wurden Kienspäne (das waren Spreißel aus harzigem Holz) verwendet, die allerdings nur kurze Zeit unter starker Rauchentwicklung brannten. Später wurden Lampen mit Talg (Fett von Rind oder Schwein) oder Rüböl (pflanzliches Öl, z.B. Rapsöl) eingesetzt. Diese verbreiteten im Bergwerk zwar einen ranzigen Geruch, brannten dafür aber verhältnismäßig lange. Die im 19. Jahrhundert entwickelte Karbidlampe brachte einen enormen Fortschritt, da sie endlich ermöglichte, zu sehen, was sich direkt „vor Ort“ befand.

Übrigens: Warum heißt es „Tagschacht“/“Tagstollen“? Weil diese eine direkte Verbindung zum Tageslicht haben.

Die Texte entsprechen der Entwurfsfassung der Tafeln und können sich noch ändern.

Die Tafel an der Station

Die Tafel an der Station: Mittlerer Tagstollen
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Über das Projekt

Lasst uns gemeinsam den Weg beschreiten, der zwei gegensätzliche Themen verbindet: einerseits das mittelalterliche Henkersrecht in Žlutice und die Atmosphäre der Vergangenheit, die in dieser Region unauslöschliche Spuren hinterlassen hat, andererseits Entspannung und Erholung inmitten der Natur, die geistigen Ausgleich, aber auch Versöhnung mit den grausamen Taten bietet, die hier einst stattfanden.

Mehr über Projekt

Partner

Stadt Žlutice
Gemeinde Warmensteinach
Euregio Egrensis

Finanzierung

Europäische Union: INTERREG Bayern – Tschechien 2021–2027, Kleinprojektefonds
Stadt Žlutice – Gemeinde Warmensteinach

BYCZ-SPF00641

Kofinanziert von der Europäischen Union.

Interreg Bayern–Tschechien, kofinanziert von der Europäischen Union
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