Henkerpfad
Stínadla — Felsen unter dem Galgenberg
2.

station

Stínadla (Hinrichtungsort)

Gerichts- und Strafrecht

erzählung des henkers

Sie befinden sich in Stínadla, wo der Graben zwischen den Hügeln verläuft…

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historischer kontext

Der Schulze untersuchte zwar, er führte jedoch nicht selbständig Gericht für schwerere Vergehen, wie Diebstahl, Ehebruch, Betrug usw., die mit einer längeren Haftstrafe oder mit körperlichen Strafen (Abschneiden von Finger, Hand, Ohr, Nase oder Zunge bzw. oder Verbrennen mit einem Brandzeichen usw.) gestraft wurden. Dasselbe galt für Verbrechen wie die Beleidigung des Monarchen, Totschlag, Mord, Brandstiftung, Urkunden- und Münzfälschung sowie für Sexualdelikte und Kirchenvergehen, wie Hohnreden, Ketzerei und Hexerei. In solchen Fällen folgten Strafen, die zum Tode des Täters führten: Erhängen, Vierteilen, Brechen auf einem Folterrad, Ertränken, Kochen in Wasser oder Öl, Einmauern. Die Enthauptung war dem Adel vorbehalten. Da die Stadt Žlutice offenbar seit ihrer Gründung das Recht besaß, Menschen hinzurichten, kann man annehmen, dass hier im Mittelalter ähnliche Prozesse stattfanden. Die Stadt Žlutice war damals jedoch nicht reich genug, um einen eigenen Henker zu bezahlen – daher lud sie die Henker aus anderen Städten ein, zumeist aus Eger. Bedauerlicherweise sind Feldzüge und wiederkehrende Brände vermutlich der Grund dafür, dass die sogenannten Pechbücher in Žlutice nicht erhalten geblieben sind.

Über das Projekt

Lasst uns gemeinsam den Weg beschreiten, der zwei gegensätzliche Themen verbindet: einerseits das mittelalterliche Henkersrecht in Žlutice und die Atmosphäre der Vergangenheit, die in dieser Region unauslöschliche Spuren hinterlassen hat, andererseits Entspannung und Erholung inmitten der Natur, die geistigen Ausgleich, aber auch Versöhnung mit den grausamen Taten bietet, die hier einst stattfanden.

Mehr über Projekt

Partner

Stadt Žlutice
Gemeinde Warmensteinach
Euregio Egrensis

Finanzierung

Europäische Union: INTERREG Bayern – Tschechien 2021–2027, Kleinprojektefonds
Stadt Žlutice – Gemeinde Warmensteinach

BYCZ-SPF00641

Kofinanziert von der Europäischen Union.

Interreg Bayern–Tschechien, kofinanziert von der Europäischen Union
Wappen der Stadt ŽluticeWappen des Marktes WarmensteinachEUREGIO EGRENSISFlaggen Bayerns und Tschechiens
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